Online-Workshop: Wie macht sich das unverzichtbare Erbe Deiner Eltern, Groβeltern und Urgroβeltern in Sachen deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts in deinem Körper heute bemerkbar

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Online-Workshop: Wie macht sich das unverzichtbare Erbe Deiner Eltern, Groβeltern und Urgroβeltern in Sachen deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts in deinem Körper heute bemerkbar

Online-Workshop: Wie macht sich das unverzichtbare Erbe Deiner Eltern, Groβeltern und Urgroβeltern in Sachen deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts in deinem Körper heute bemerkbar

Workshopleitung: Brigitte Hansmann
An erster Stelle sind wir alle Lebewesen, luftatmende Wesen. Als Säugetiere sind wir soziale Wesen. Als Menschen sind wir Wesen, die in der Lage sind, sich unserer Art bewusst zu werden, wie wir Raum in der Welt einnehmen, uns im Leben bewegen und miteinander in Beziehung treten. Obwohl wir alles haben, was wir brauchen, um gut zu leben, wissen wir nicht damit umzugehen. Zwar keiner von uns dabei, als deutsche Machthaber versuchten, einen Krieg nach dem anderen anzettelten, auch am Massenmord Andersgläubiger, ethnischer Minderheiten, politischer Gegner, und anderweitig als lebensunwürdig betrachteter Menschen hat keiner von uns teilgenommen. Trotzdem kommt keiner von uns darum herum, einen Teil der kollektiven Schuld, die unser Land seinen Bürgern aufgeladen hat, zu tragen. 

Manche veleugnen sie, denn tatsächlich hat ja keiner von uns direkt daran teilgenommen. Doch dann tritt sie zutage, wo man selbst sie nicht sehen kann, obwohl viele andere Anstoβ nehmen, an der Verleugner, denn sie neigen dazu, die verleugnete Dynamik blind zu wiederholen. Manche leiden unter etwas unbekanntem, das sie krank macht. Andere kämpfen verbissen und setzen alles daran, sich auf gar keinen Fall so zu verhalten, wie ihre Vorfahren es getan haben und treten durch ihre Rechthaberei trotzdem genau in deren Fuβstapfen.

Es mag stimmen, daβ die Verleugnung und Besserwisserei einem ein Gefühl von Abstand gegenüber der Fehler unserer Vorfahren geben kann. Sicher aber ist, dass das Leben im Konflikt mit dem Schwerkraftfeld der Erde das Gefühl erzeugt, überall auf Hindernisse zu stoβen und an allen Enden und Ecken auf Gegnern zu treffen. Mit Unterstützung des Schwerkraftfeldes der Erde und einer guten Ausrichtung auf die archetypischen Kraftfelder des Lebens, jedoch lassen sich Wege finden, Hindernisse zu beseitigen, wobei niemand zum Sündenbock erklärt oder ausgemerzt werden muβ, und zumindest einige Gegner Verbündete werden können.  

In diesem Online-Workshop beginnen wir damit, uns der Möglichkeiten bewuβt zu werden, die in unserer Reichweite liegen, um kleine, nachhaltige Veränderungen in unserer gewohnten Haltung und Art der Bewegung vorzunehmen, während wir hier vor dem Computer sitzen. Wir erforschen die Bewegungen der Atmung als Werkzeug für Bewuβtsein und Veränderung. Wir beobachten, wie sich diese kleinen Veränderungen in der Beziehung zwischen Körper und Boden und in den Bewegungen des Atmens auf die Beziehung zu uns selbst und zu Anderen auswirken.

Wir erforschen die Anfangsbedingungen unseres Lebens und des Lebens unserer Eltern, Großeltern, Urgroßeltern... um herauszufinden, ob es Spuren unerledigter Angelegenheiten in unserem Körper gibt, die verarbeitet werden müssen, damit wir frei voranschreiten können. Oft hatten unsere Vorfahren nicht die Möglichkeit, ihre traumatische Erfahrung der Kriege und des Dritten Reiches zu verarbeiten, sei es als Soldat im ersten oder zweiten Weltkrieg, als Nazi-Anhänger, Wegschauer oder Verfolgter. Daher war es ihnen nicht möglich, ihr inneres Gleichgewicht wiederherzustellen, was für ein posttraumatisches Lernen unabdinglich wäre. Somit werden sowohl die Spuren der traumatischen Erfahrungen selbst, des posttraumatischen Stresses als auch der Abwehrmechanismen gegen die Versuche des Körpers, das innere Gleichgewicht wiederherzustellen, von Generation zu Generation weitergegeben. Das hat einen Einfluβ, wie Eltern und Großeltern mit ihren Kindern und Enkelkindern umgehen. Oft steht es dem freien Ausdruck der Liebe im Weg, die Familien zusammenhält. Wenn Liebe nicht fließen kann oder zu Verhaltensweisen führt, die alles andere als liebevoll erscheinen, bringt sie Groll, Frustration und Glaubenssysteme hervor, über die Welt, über uns selbst und darüber, was wir im Leben glauben erreichen zu können, auf der Grundlage von kindlichen Interpretationen von dem, was man unter den anfänglichen Bedingungen des Lebens erlebt hat, unter dem Vorzeichen der Spuren von unverarbeitete m Trauma,  dem eigenen und dem ererbten. 

All dies wird im impliziten Gedächtnis des Körpers festgehalten, auch das, was wir  vom Körper der Eltern und Großeltern unterschwellig durch Resonanz im köperlichen Umgang mit ihnen in uns aufnehmen. Implizite Erinnerung sagt nicht: "Ich bin eine Erinnerung an diese und jene Situation." Sie zeigt sich immer, als wäre sie jetzt wirklich real. Wir nehmen das, was jetzt passiert, durch den Filter dieser Register wahr und neigen dazu, es auf dieser Grundlage zu interpretieren.

Eine unverzichtbare Voraussetzung, um Besitzer des Teils der Welt zu werden, den wir mit unserem Körper einnehmen, ist die Bereitschaft, zu lernen, das eigene Leben zu steuern. Das bedeutet zunächst, zu lernen, die sinnliche Wahrnehmung aus dem Hintergrund in den Vordergrund unserer Erfahrung zu rücken, um erkennen zu können, was der Realität des gegenwärtigen Moments entspricht und was kindliche Interpretation der Erfahrung unter den anfänglichen  Bedingungen des Lebens ist, den eigenen und den ererbten.

Eine weitere Voraussetzung, die unerlässlich dafür ist, das eigene Leben in die Hand zu nehmen, ist die Anerkennung der gegenseitigen Abhängigkeit aller Lebensformen. Wir werden ein maßgeschneidertes Praxissystem entwickeln, das es ermöglicht, unsere Ergebnisse im Alltag jeder Person entsprechend ihrer persönlichen Situation anzuwenden. Auch hier ist das wichtigste Werkzeug die Sinneswahrnehmung. Das heißt, es zu lernen, zu fühlen. Erst wenn wir Empfindungen fühlen und ihnen nachspüren können, können wir lernen, den Fluβ der Emotionen, die aus diesen Empfindungen entstehen, zu regulieren. Dann können wir die emotionale Bewertung und mentalen Schlussfolgerungen, die wir daraus ziehen, neu überdenken und Entscheidungen auf der Grundlage einer klaren Wahrnehmung der Realität treffen, so wie sie ist: ein perfektes dynamisches Netzwerk miteinander verbundener und verflochtener Teile und rhythmischer Prozesse,   unter ihnen wir und alle anderen Lebewesen. Wir sind Korrelationspunkte in diesem ununterbrochenen und miteinander verbundenen Netzwerk von Ereignissen, Bewegungen, Beziehungen und Energien.

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